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1988 - es war einmal ein Traum....

ein Traum von einer besseren Welt, in der ein Kind nicht mehr im Spital "abgegeben" wird, sondern in der sich Mutter, Vater oder auch Oma liebevoll um ihren kleinen kranken Liebling kümmern können, so als wären sie zu Hause. Diesen Traum träumten viele Eltern. Doch wer dachte vor über zwanzig Jahren daran, dass er sich schon bald erfüllen könnte?

Auch Ladislaus Hartl, Hildegard Roither, Flora Nussbaumer und Birgit Engl wussten aus Erfahrung, was es heißt, ein Kind im Spital allein zu lassen - und sie wollten sich mit dieser Situation nicht abfinden.

Ein Traum beginnt wahr zu werden

Vier engagierte Menschen beginnen im Jahr 1988 an der Umsetzung ihrer Idee zu arbeiten. Auf der einen Seite müssen Eltern ermutigt werden, eine Änderung herbeizuführen. Sie müssen davon überzeugt werden, dass es ihren Kindern besser geht, sie schneller gesund werden, wenn Mama und Papa auch im Krankenhaus bei ihnen sind.

Andererseits gilt es eine breite Offensive in den Krankenhäusern zu starten, Überzeugungsarbeit zu leisten, Ärzten und Schwestern klar zu machen, dass eine mit aufgenommene Begleitperson keine Belastung darstellt. Schon bald kann aus den Reihen der Ärzteschaft der angesehene Primar der Kinderabteilung in Klagenfurt, Prim. Dr. Tichy für die Idee "Mutter und Kind im Krankenhaus" gewonnen werden. Er kennt Erfahrungsberichte aus England und weiß, was Studien belegen, nämlich dass die Genesung eines Kindes beschleunigt wird, wenn es eine vertraute Person um sich hat. Er wünscht sich die Mitaufnahme einer Begleitperson auch in Österreich schon lange. Prim. Dr. Tichy ist einer der ersten, der in seinem Krankenhaus Mütter mit Kindern gemeinsam aufnimmt. Mit ihm als Vorreiter gelingt es, auch andere Ärzte und Spitalserhalter von den Vorteilen zu überzeugen.

So gut die Idee ist, es gibt schier unüberwindliche Hürden: Platzmangel in den Spitälern und die anfallenden Kosten.

Es ist klar, dass Eltern Platz brauchen und dass ein Spitalsbett Geld kostet! Die Lösung: Eine große Gemeinschaft als Stütze für jeden einzelnen. Deshalb wird eine Idee geboren:

Der Verein Mutter und Kind im Krankenhaus